Liebe Besucher,
das nächste Mal wenn ihr uns besuchen kommt und es regnet, braucht ihr nicht mehr im Auto zu warten, bis wir merken, dass ihr da seid. Oder vom Velo/Fahrradständer zur Tür zu hechten, wenn wir den Türöffner gefunden haben, denn heute wurde endlich das Vordach angebaut.. BEZW. sie sind zu Sechst seit 2,5 Stunden damit beschäftigt.
Vor einer Woche hatte ich noch so ein unangenehmes "es bewegt sich ja doch nie etwas und mein Leben ist schön aber irgendwie doch nicht" Gefühl und diese Woche geht jeden Tag etwas, bisschen und es ist gut so. Hilfreich ist auch, dass der Jüngste jetzt herzallerliebst stundenlang vor sich hin brabbeln, quieken, jauchzen und spielen kann. Und in der Nacht nicht mehr alle 2 Stunden Hunger hat. (Ich weiss, dass es sein kann, dass das eine vorübergehende Laune ist.. aber jetzt grad macht er das super.) Die beiden Verhalten zusammen gezählt verhelfen offenbar meiner Psyche zu etwas Gesundung/Normalisierung. Dennoch möchte ich hier im Blog festhalten, dass mir wirklich nicht nach mehr Nachwuchs ist. Falls ich mich in einem Jahr dennoch mit dem Gedanken anfreunden sollte, soll mich bitte jemand hier her schicken.
Drei Kinder durch die Schule bringen, wird viel von mir abverlangen. Drei Kinder, die einen am liebsten gleichzeitig beschwatzen, beschäftigen und erst noch durchdachte Antworten erwarten, das ist mir jetzt schon ab und zu zu viel, obwohl der Jüngste noch nicht mal mit fragen begonnen hat. Drei Kinder einkleiden. Drei Kinder individuell fördern, fordern und füttern. Drei Kinder ins Bett bringen. Ich sollte mir das seeeeeeehr gut überlegen, ob ich da noch ein Quartett draus machen sollte.
Natürlich ist das Lieben der drei einfach. Natürlich ist schmusen mit allen dreien gleichzeitig genial. Natürlich ist es urgemütlich, wenn alle in ein Buch vertieft zusammenhocken, Milch trinken und Kekse mümmeln. Natürlich ist es cool mit ihnen im Hallenbad zu planschen (das Duschen danach gehört dann wieder zur Negativliste). Natürlich ist es einfach genial drei völlig unterschiedliche Charaktere in der Familie zu haben und zu erleben, wie sich die ergänzen. Zu erleben, wie die Tochter abends, wenn die Mami echt nicht mehr mag, dem Mittleren ein Buch vorliest und das erst noch in ihrem Bett. Oder wenn er sie aus einer weiblichen Tragödie löst, indem er einfach herum albert oder sie abküsst bis sie kichern MUSS. Oder wenn alle verzückt alles stehen und liegen lassen um dem Kleinsten zu zu schauen bei seinem Kichern, Spielen, Abenteuer erleben.
Und jetzt muss ich hier abbrechen, denn soeben ist das lang ersehnte Paket meiner Freundin aus den USA angekommen. Ich vermute Goodies ohne Ende. Das Porto und das Gewicht sind schon mal gigantisch....
Also:
Kommentar der Tochter: " gäll, das ist so richtig amerikanisch! "
Kommentar des Sohns: " dass ess ich. Das auch. Das auch.... "
Mein Kommentar: " Jupi! Herrlich, so viele Leckereien zu verstauen. Und so süss, dass sie jedes Mal, wenn wir einen Weihnachtspaketaustausch machen, etwas für die Kinder rein tut. Obwohl sie alle noch nie live gesehen hat. Ich liebe sie, meine verrückte Sozialarbeiterin. " (wir lebten vor 15 Jahren einen Monat zusammen in Wien in einer 1Zimmerwohnung, gleich neben dem Naschmarkt und wir werden für immer Freundinnen bleiben. Zweimal ist sie mich schon in der Schweiz besuchen gekommen... sie wäre einer der wenigen Gründe für mich überhaupt mal über den grossen Teich zu fliegen.)
Voilà: