Dienstag, 14. Mai 2013Bauchweh und Ideen
Wir haben jetzt schön einer nach dem anderen unsere Verdauung in Bedrängnis erlebt, ausser natürlich die Tochter, welche immer gesund bleibt. Obwohl das gar nicht schön war, vor allem weil es uns Eltern auch mies ging, hatten wir ein schönes Wochenende. Denn endlich habe ich nicht nur Tomaten(heimische Sorten in 3 Farben) und Basilikum gepflanzt, sondern auch meine vor Jahren angebrachten Drähte mit duftend weissem Anemonen-Clematis unterpflanzt. Drückt mir also die Daumen, dass die Licht/Wasser/Schattenverhältnisse ideal sind. Coolste Nachbarinnen halfen mir beim im Dreck wühlen, in Ermangelung eigener Wühlerde, was noch viel mehr Spass machte. Wir hatten sonntags lieben Besuch, den wir 2005 das letzte Mal gesehen haben. Und wir haben mit meinen Eltern gemeinsam unglaublich lecker gekocht. (ok, ich konnte es nicht so sehr geniessen, da ich da gerade am schlechtesten beieinander war) Primo:lauwarme Frühkartoffeln und Spargeln an einer Frühlingsvinaigrette, secondo: Brasato ( der mindestens 4 Stunden geschmort hatte) und dolce: Erdbeertiramisu mit gebackenen Böden, QuarkMascarponeSahnecreme... Irgendwann an dem Nachmittag gab es die Rhabarberwähe für die spontanen Muttertagsgäste meiner Mam, den Rest für uns. Gestern fuhren der Jüngste und ich zum Bea-Verlag und besorgten die Billig-Slackline und zu seiner grossen Freude noch eine Holzeisenbahnfähre, sowie LED-Leuchten für die diversen Bubenfahrzeuge. Auf dem Rückweg führte uns das GPS netterweise etwas über Land, was uns zu einem wunderschönen Spaziergang rund ums Schloss Wildegg verführte. Heute also sollten die entstandenen Wäscheberge angegangen werden. Doch zuerst möchte ich einige Ideen festhalten: Demnächst, also ab 26.5. einen Ausflug zum Schloss Wildegg einplanen, inklusive Sonnenuntergangskonzertchen... Eventuell Ende Monat im deutschen Rheinfelden beim Cityfest vorbeischauen, obwohl ich sonntags keine Zeit zum Mütze häkeln bei der bunten Nadel habe. Jetzt sofort werde ich die nächsten Näh/Basteldaten an die lieben Frauen von nah und fern verteilen und auf endliches Abklingen der Darmgeräusche hoffen..der Jüngste geht gerade in die zweite Runde. Montag, 8. April 2013weitermachen und neu anfangen
Ich verändere mich ständig oder hoffe, dass ich mich ständig ändere. In meinem Kopf arbeitet es, es will mich dazu bewegen Dinge anders anzugehen, mich so zu verhalten, wie ich das von mir gerne hätte oder wie ich das von mir erwarte oder wie ich denke, dass andere es von mir erwarten dürfen. Da ich manchmal ganz schön ein Kopfmensch sein kann, geschieht dann äusserlich sichtbar lange gar nichts. Gefühlt einmal im Monat gibt es einen "jetzt kommt alles anders"-Knall. Leider kenne ich mich schon so gut, dass ich weiss, dass diese Urknallenergie maximal 6 Tage anhält, oft sogar nicht mal einen ganzen Tag lang.Ich habe so das Gefühl, dass mich diese Erfahrung jedes Mal ausbremst. Dass in mir schon gespeichert ist: das wirst du eh nicht durchziehen. Doch das drängende Gefühl: ich bin doch schon so gross..so erwachsen..ich sollte das doch können- dieses Gefühl wird immer lauter und deshalb wird meine Hoffnung immer grösser. Ja, mag sein, dass es zu mir gehören darf, diese Art, immer wieder im gleichen Sumpf stecken zu bleiben, aber ...aber ich hoffe und glaube, dass ich immer öfter Veränderungen an mir beobachte, die tatsächlich konstant bei meiner Art Mensch zu sein, bleiben. Sie entstehen nur so furchtbar langsam. dass ich sie fast nicht bemerke. Deshalb werde ich mich stärker auf diese kleinen Veränderungen konzentrieren (müssen), damit ich mich nicht mehr so sehr ausbremse, wenn ich meine Schwächen sehe.. wie sie sich einfach breit machen und nicht wegzugehen scheinen..und leider viel zu selten Urlaub machen. Wenn ich hier im Blog ein Projekt nach dem anderen öffentlich (haha..wer liest das schon) angehe, wird mich das weiterbringen? Im Stil von Julia&Julia? dabei fand ich es doch so peinlich, wie ahnungslos die junge Julia in der Küche agierte. Darf ich öffentlich " scheitern"? Worüber will ich bloggen? Warum kehre ich immer wieder meine Gedanken in den Blog? Wie in eine Kiste für den Keller oder einen Müllsack oder als wären da Ohren, welche mit der Kryptik überhaupt etwas anzufangen wüssten. An welches Projekt ich gerade denke? An den von meinem Mann geborgten Sekretär, in dem sich in einer engen Nische mein Laptop aufhält, weil der Rest voll gestopft ist mit Kleinigkeiten, Wichtigkeiten..meinem Unvermögen kleinen Dingen einen Platz zuzuweisen und ihn dann beizubehalten. Im grossen Bild, erscheint er mir dann aber doch immer wieder nebensächlich, dieser wilde Schauplatz hier. Der Rest der Wohnung will ja auch geputzt werden, die Kinder gefüttert, die vielen lustigen Projekte angegangen werden. Ich glaube, dass viel mehr möglich ist, als wir uns zutrauen. Wenn ich das tue, was mir (und anderen) Freude macht, fühle ich mich ganz. Ich höre zwar die Stimme in mir, die sagt, dass ich viel mehr können, machen, schaffen sollte, aber bis jetzt deprimiert sie mich nur. Weil sie noch nicht bis zu meinem Handeln durchdringt und vielleicht auch nie wird, weil meine Aufgabe vielleicht eine ganz andere ist. Die, welche ich schon erfülle. Naja, so halb wenigstens. Küsse und herze ich meine Kinder viel öfter, als unbedingt notwendig? ja. Koche ich ihnen und mir abwechslungsreiches Essen? ja. Kaufe ich ihnen fast alles, was sie sich wünschen und was sie brauchen? ja. Spiele ich mit ihnen? ja. Höre ich mir ihre Sorgen an? ja. Ermögliche ich ihnen Abenteuer? ja. Gibt es oft genug Schokoladenkuchen? ja. Werden sie oft gewaschen, sauber angezogen, an Zähnen und Nägeln geschrubbt? ja. Erzähle ich ihnen verrückte Geschichten und verstelle dabei meine Stimme bis es peinlich wird? ja. Haben wir Ziele? ja. Singen wir zusammen? ja. Erkläre ich ihnen die Welt? ja. Erhalten sie die Gelegenheit einander zu lieben? ja. Dürfen sie spinnen und auch mal eine Regel für sich zurecht biegen? ja. Entschuldige ich mich bei ihnen? ja. Dürfen sie mitten in der Nacht bei mir Zuflucht suchen? ja. Zeige ich ihnen, wie ich meinen Freundinnen zeige, dass ich sie mag? ja. Sehen sie die Liebe zwischen mir und meinem liebsten Mann? ja. Wissen sie, dass ich sie liebe? ja. Wissen sie, dass ich Jesus Christus glaube und dass ich an Ihn glaube? ja. Wissen sie, dass ich kämpfe, um ein besserer Mensch zu werden? ja. Machen sie mich darauf aufmerksam, welche meiner Schwächen für sie anstrengend sind? ja. Lieben sie mich trotzdem? ja. Werde ich meinen Weg immer wieder finden und gehen? ja. Neben mir sitzt ein schlafloser kleiner blonder Engel. Mein nächster Schritt: zum nächsten Nähabend einladen und mit dem Engel kuscheln gehen. Montag, 25. März 2013Frühlingsferien 2013
Tja.. irgendwie war das heute Morgen ein sehr kühles Erwachen mit etwas Schnee auf Bäumen und Dächern. Da vergeht mir ehrlich gesagt die Lust auf grosse Gartenaktivitäten.
Die Jungs sind auch nicht dazu zu bewegen raus zu gehen.. noch nicht. Wir hoffen jetzt mal auf etwas Nachmittasgsonne und ich hoffe, dass ich mich entscheiden kann, welches Röckchen ich anschneiden könnte. Andere Pläne für diese kalte Woche:Zürich unsicher machen und dabei den Schneekönig abholen, Bibliothek unsicher machen, Eier färben, Frühlingsdeko basteln, Besuche, Backen, Schokoladehasen verstecken, auf Pakete warten, einen Schrank einkaufen und sich für eine Wandfarbe im Zimmer der Tochter entscheiden (endlich) Gerade eben: nach ganz viel Motivation suchen Mittwoch, 20. März 2013am Faden festhaltend..
..den ich durch das Tagebuchbloggen augenommen habe.. schreibe ich einfach mal...Schnipselchen..
Heute war Kinderkleiderbörse im Nachbardorf.Leider war die Ausbeute sehr klein. Zwei Paar Hosen für den kleineren Jungen. Danach durfte der lustige Junge noch tutto solo den Spielplatz unsicher machen. Täglich pilgern die Jungs in den Hausgang (Mehrfamilienhaus), weil eine unserer Nachbarinnen dort vor jedem Feiertag einen Korb mit Schokolade aufstellt. Das freut mich zwar gar nicht, aber nett ist es ja schon von ihr. Ich ärgere mich nicht nur über die kaum kontrollierbaren Pilgerreisen..dass sie mich dann darauf aufmerksam macht, dass es bestimmt meine Jungs seien, denen dann Alufitzelchen zu Boden fallen...das muss ich mir dann auch nicht geben. Wir haben uns für einen Schulranzen für den grossen Sohn entschieden, haben ihn bestellt und erfahren nun vom lieben Götti, dass er ihn ihm schenken wird! Was uns sehr freut! So was von. Der kleine Sohn schluckt seit gestern Abend endlich ohne zu murren seine grausligen 3 ml Medizin. Ich bin trotzdem immer noch etwas müde vom Dauerkuscheln..Zeit, dass er wieder unter Leute kommt. Es wird Zeit, dass der Frühling heute nicht nur grosse Töne spuckt, sondern mal schön da bleibt..der Garten ruft, aber ich habe so gar keine Lust auf schlammiges Wurschteln. Um Platz in meiner Stoffkiste zu bekommen, habe ich heute einige Stöffchen aussortiert und versuche sie an wohlgesinnte Stoffadoptiveltern weiter zu geben. Daneben liegt ein Stapel Bücher. Der Bücherstapel könnte allerdings noch wachsen. Na das sind ja schon mal ein paar Schnipsel.. habe ich erwähnt, dass Spargeln und Erdbeeren sehnlichst erwartet werden!?! Sehnlichst. Montag, 18. März 2013monday, monday..
nein, ich mache nicht weiter mit dem Tagebuchbloggen, aber um auf jeden Fall im Fluss zu bleiben, werde ich jederzeit schreiben, wann auch immer es mich überkommt.
Heute. also jetzt gerade zum Beispiel habe ich es so satt, dass ich friere. Oder dass der Kleine krank ist und ich mit ihm heute morgen wieder kämpfen musste, um die 3ml Saft in ihn rein zu bekommen. Oder dass er seit er krank ist, versucht seine Habseligkeiten überALL zu verteilen oder der grosse Bruder ständig wegen allem los heult. Weil es Zeit für's Abendessen ist, weil er nicht minecraft spielen darf bis ihm die Augen zum Kopf raus fallen, weil er auch nicht unendlich lange TV schauen darf, weil ich auch mal zu etwas nein sage, weil er eine Jacke anziehn muss, weil es draussen, sorry KALT ist, weil es auch mal keine Süssigkeiten oder Schokolade gibt. Und weil mein Telefon für unterwegs, mein Telefon für unterwegs ist und ich dumm, wie ich Mami oft halt bin, da die Testversion von minecraft drauf getan hab, als das Spiel am PC ständig abstürzte. Er darf zwar nur samstags, aber er macht täglich ein Drama deswegen. Ich hör all die gescheiten Mütter: >dann lösch das olle minecraft.< Ist ja wahr. Immerhin macht die Tochter viele Stolzmachsachen. Selber Kuchen backen, selber Muffins backen, einfach so Gitarre üben, offenbar ohne Aufforderung Hausaufgaben, gute Noten..oke.. die Noten waren dann schon auch mal von Mama angeschubste "die Hefteinträge machst du jetzt wirklich schön, dann gibt es auch eine gute Heftnote, benutz ein Lineal, klebe alle Ecken der Bildchen an", "du lernst Biologie, bis du es kannst", "weisst du jetzt wirklich wie man das schreibt?"..und was soll ich sagen, Mama hatte recht. Jetzt sitzen die Jungs vor Lillifee... und finden es gut... dafür ist mal Frieden. Allerdings fällt es mir in der Stimmung schwer mich um die Ernährung der schnuckligen drei zu kümmern. Dennoch gibt es jetzt Reste vom Mittag und Reste vom Sonntagszopf. Und die Tochter muss noch das Titelbild "Griechenland" für Geschichte gestalten. Sie findet kein blaues Papier........................ Bitteschön ohne mich. SonntagBloggen für und mit Frau Brüllen Fast hätte ich nicht aufstehen mögen. Um 07:45 war ich trotzdem am frühstücken mit den drei Jungs. Frischer Zopf, den ich gestern Abend noch gebacken hatte, zieht auch mich raus. Wir können dem Jüngsten dieses Mal ohne grosses Extremtoben, auf dem Wickeltisch sitzend sein Antib. geben. Megabraves Kind, schliesslich schmeckt das Zeug wirklich grauenvoll. Wir verlassen normalerweise zwischen 08:45 und 09:00 das Haus, um ohne Hetze in der Kirche anzukommen.Leider deuteten wir die Geräusche aus dem Teenagerzimmer so falsch, dass als wir alle in Schuhen und Jacken nochmal an ihre Tür klopfen (das ca. 5.Mal an diesem Morgen) das arme Kind erst aufwacht und sich in Rekordzeit anziehen muss, dabei hatte sie -glaube ich- gewisse Makeup-Pläne... Also treffen wir halt erst 5 Minuten vor Beginn ein, was ausnahmsweise kein Problem ist, andere scheinen auch mit Krankheiten zu kämpfen und es hat noch ein paar leere Reihen. Den Jüngsten behalte ich den ganzen Vormittag in meiner Nähe, er ist allerdings recht aufgedreht und beginnt am Ende sein Znüni durch die Gegend zu werfen. Der grosse Bruder ist so eifersüchtig auf die Extraaufmerksamkeit für den Kleinen, dass er auch anfängt zu spinnen. Wir sind also alle etwas erleichtert, als wir wieder zuhause ankommen. Samstag, 16. März 2013Samstags bei uns
Eigentlich ein typischer Samstag. Ich darf lange im Schlafanzug herum lümmeln oder ausschlafen, während der Vater mit dem Sohne zum Schwimmkurs fährt. Der Fieberjunge natürlich dieses Mal nicht. Ich nähe die Stifterolle unten noch von Hand zu und mache einen kleinen Jungen glücklich. Nachdem ich ihn davor natürlich wieder mit dem Antibiotika plagen musste. Trotz Sirup, Kuchen und vielen Küssen nahm er es mir mehr als übel. ("ich will das nid, es is gruuuusig und ich will nur mit dir smüsele"- seufz-ichweiss)
Mit ihm und der Tochter etwas fernsehen, mehrere Male eine Windel wechseln nötig (thanks to antibiotics I guess), Kuchen zum Frühstück.. Lange nach dem Mittag tauchen die Schwimmer wieder auf und ich lade eine Waschmaschine, sauge, räume mein Nähchaos am Ende des Esstischs auf, nehme dem grossen Sohn mein Telefon wieder weg, als ich höre, dass er damit idiotische minecrafttutorials hört. Eigentlich wollten wir nach L zum grossen "alle Läden geben Prozente, verteilen Ballons etc." aber erstens haben wir eh grad kein Geld, das wir ausgeben könnten und irgendwie bin ich schon etwas erledigt vom kranken Söhnchen...allerdings auch von der Quarantäne. Also halten wir uns alle in der Nähe von einander auf. Jetzt wird dann noch Zopfteig angesetzt, was Leckeres gekocht (es kommt mir hoffentlich noch eine Idee), Wäsche weiter gefaltet, Tee gekocht und zum Abendprogramm könnte ein Röckchen oder Täschchen nähen passen. Freitag, 15. März 2013schon letzter Tagebuchtag?Tagebuchbloggen für und mit Frau Brüllen Da uns kurz nach acht Handwerker Dank meiner frühen Tagwache konnte dann auch der Sohn ausführlich reden..fragen Sie mich nicht was.. denn weder reden noch denken funktionieren bei mir bis acht. Der Spielgruppenleiterin mussten wir leider absagen, was wirklich schade ist, denn dort sind vorgestern 4 von 20 Küken geschlüpft. Sie war auch etwas geknickt, da sie eigentlich gehofft hatte, dass mindestens 18 verschieden farbige Hühner entstehen würden. Irgendwann wird es den Eiern während der Lieferung zu kalt geworden sein. Seit 08:30 hatten wir Besuch von Feuchtigkeitsmesser, Wandentferner und dem Architekten. Der nun nach 4 Jahren endlich merkt, dass gleich hinter unserer Schimmelwand eine Wasserleitung runter kommt. Wir sind weiterhin gespannt.. denn aufregen haben wir seit Jahren hinter uns. (Ich bin schon so entspannt, dass ich mich wundere, wenn sich Besucher für uns aufregen, wenn sie die Geschichte hören, bezw. nachhaken) Jetzt sind alle Töpfe von gestern geputzt, ein Teil der Wäsche ist gefaltet, mein Nähprojektchen ist geduldig und irgendwann nach dem Feierabend des Liebsten treffe ich mich mit meiner Schwester für Jeremy Irons. Mittags gibt's nach Eintreffen der Gemüselieferung vom Bauern Blumenkohlgratin, Nudeln und indische Fleischbällchen. Der kranke Sohn isst wieder mal nichts. Nachmittags gehen die grossen Beiden wieder zum Unterricht und der Kranke und ich kuscheln eine Runde auf dem Sofa..bis sie wieder zurück kommen. Überraschend bietet sich die Tochter an Wäsche zu falten und versorgt sie dann sogar gleich! Damit ich endlich dem kranken Jüngsten die Stifterolle nähen kann. Wir fragen meine Schwester ob wir für ihre Ankunft eher Brot oder Kuchen backen sollen und sie schreibt zurück:Kuchen! ..überraschend bietet sich wieder die Tochter an und baut auch noch den kleinen Bruder in den Backprozess ein. Ich bin natürlich extrem stolz. Die Armen mussten dann auch erst mal alleine wurschteln, denn ihc musste mit dem kranken kleinsten Bruder zum Kinderarzt (Termin um 18 Uhr bedeutet bestimmt volles Wartezimmer, dachte ich mir schon am Vormittag). Im Warteraum hatten wir dann tatsächlich keinen Platz mehr. Gut, dass da aber zwei Kinderärzte arbeiten und ich auf dennoch verträgliche Wartezeit hoffen konnte. Tatsächlich waren wir nach etwas mehr als 30 Minuten "schon" dran. 39,7°C und der geschwächte Zustand des Kleinen stimmten auch unseren Kinderarzt mitleidig. Kurzes Abhorchen mit Windrädchentrick ergab dann auch eine "ganz komplizierter Name"-Infektion, die wir bis am 25. März mit Antibiotika behandeln müssen. Ich hatte Mitleid (es hatte noch Patienten übrig) mit dem Arzt und verkniff mir die Nachfrage, was denn das für eine Infektion sei, also was genau entzündet ist, ich nehme an, es handelt sich um die Atemwege, Lungen. Schön, dass er noch nach den chronischen Blasenentzündungen der Tochter fragte. Allerdings wissen wir beide, dass da momentan immer noch keine Besserung in Sicht ist und mit Medikamenten nichts mehr gemacht werden kann, vorerst. Zuhause war nun der Kuchen mit Unterstützung der Tante im Ofen und so warteten wir die zehn Minuten bis Backende noch ab, damit sich die Tante wenigstens ein Stück für zuhause einpacken konnte. Also kochte Mami auch noch schnell aus den Resten Abendbrot und verabreichte dem sich unglaublich vehement weigernden Sohn die erste Ration Medikament. Und schon waren wir ratzfatz unterwegs nach B zum Kinoabend. Ticket holen, bei Tibitz schlemmen in Rekordzeit und dann mittig, ganz hinten den Film genossen. Nachtzug nach Lissabon. Ein schöner Film, der nachdenklich macht. Es gibt genügend verschiedene Persönlichkeiten im Film, also eine grosse Auswahl von Identifikationsfiguren. Sehe ich das Gute im Nächsten? Nehme ich mir das Recht und die Zeit mich immer wieder zu hinterfragen? Bin ich mir treu und muss ich mir treu bleiben? Bin ich eine loyale Freundin? Welche Ansprüche habe ich an mein Leben? Das gute Gefühl, zu wissen, dass wenn sich jemand regelmässig hinterfragt und neu erfindet, dann wohl ich. Immer wieder.. nicht alle paar Tage, aber wenn es drängt und drückt, dann schaue ich, wo es noch einen unbegangenen Weg gibt, der zu mir passen könnte. Und bin dankbar, dass ich mehr als einen Freund an der Seite habe, der alle Schrägheiten von mir annimmt, liebt und unterstützt. Die Schwester musste leider nach dem Film gleich zu ihrem letzten Zug rennen, also lief ich gahanz allahain zum Auto zurück udn fuhr zum Krankenlager zurück. Noch ein bisschen Tagebuchfremdlesen und dann tief schlafen, bis sich frühmorgens das morgendlich unfiebrige Kind an mich kuschelt. Donnerstag, 14. März 2013it's just another day
Tagebuchbloggen für und mit Frau Brüllen
Diverse menschliche Weckdienste zerren seit zwei Stunden (also seit 6) an meinen Augenlidern. Ich gebe nach..heute wollte ich ja noch nähen, ein Protokoll vorbereiten,Randenknollen verarbeiten, zur Bibliothek fahren, Brot backen... Freu mich schon auf morgen Abend...wenn ein Zug nach Lissabon fahren wird. so.23 Uhr. Protokoll wurde geführt, klärende oder hmmm..borstige Gespräche gab es danach beim Apero. Der Bub entwickelte heftigere Flecken und höheres Fieber. Morgen Arzt, nachher für die Neugier etwas guugeln. Randen hab ich nicht gekocht, dafür aus Resten chicken fried rice hergestellt:" woher hast du denn daas Rezept?" "warum?" " Naja, is komisch." " sind ja auch Reste..aber ich finde es sehr gelungen und lecker...(liebe kluge Tochter)". Bibliothek liessen wir auch aus, wegen Fieberkind. Und dank spontanen Freunden wurde auch kein Brot gebacken. Am Nachmittag kamen spontan wieder die Nachbarn, denn der Tochter hatte ich schon laange versprochen, dass sie mit mir auch so ein Kuschelkissen nähen darf, wie ich es mit meinem grossen Sohn mal genäht hatte. Glücklich und schüchtern suchte sie sich Stoff und Bänder aus. Zusammen schnitten wir den rutschigen Kuschelstoff aus und sie bediente das Fusspedal, während wir zusammen versuchten das rutschige Etwas unter der Nadel zu behalten. Da sie sich das Kissen richtig gross wünschte, ist es jetzt leider noch leer, denn ich hatte nur noch ein kleines bisschen Füllmaterial da.
Mittwoch, 13. März 2013later on day #3
Tagebuchbloggen für und mit Frau Brüllen
So, ganz schnell Tag zwei noch erfasst..einfach damit ich mir Ende Woche auf die Schultern klopfen darf. Heute war ich zwar um 6 noch arg platt, aber der Kranke fühlte sich trotz Tropfnase fit. Dennoch schaffte ich es kaum den Grossen rechtzeitig in den Kindergarten zu schicken. Keine Ahnung wer langsamer funktionierte: er oder ich. Aber er zog mit gekochtem Ei und Schinkenbrot glücklich los, um ca. 2 Minuten vor Unterrichtsbeginn einzutreffen, statt der üblichen 30 Minuten Einlaufzeit. Die beiden grösseren Familienmitglieder sind wieder mal fast unbemerkt los gezogen, dank meiner morgendlichen Schlitzaugen. Der Kranke verlangte nach Erdbeereis zum Frühstück.. mit Brownie..hätte er sich das so gedacht. Es ging dann aber auch ein Müesli. Der Kleine und ich fuhren zum Wocheneinkauf im grossen M, dass er stur nicht als solches erkennen möchte, es sei einfach ein anderer grosser C. Immerhin liess sich der noch recht schwache Herr in den Wagensitz setzen, so dass ich recht entspannt einkaufen konnte, ohne ein tobendes Kind vom Eisregal weg zu zerren, oder den Einkaufswagen bei den Keksen suchen zu müssen. Sehr süss, dass er davon ausgeht, dass die Spielwaren in den Regalen dazu da sind, dass er nach den "Lärmknöpfen" (iju-iju-iju! mache diä, weisch!) suchen kann, nicht aber um sie zu kaufen. Das Mittagsrührei mit Reis und Erbsen gefällt ihm und er schafft es nach ca. 24 Stunden wieder mal etwas Rechtes zu essen. Den Nachmittag habe ich mit Briefe schreiben, Drucker auseinander nehmen, Präsenzliste ausdrucken, Kinder an- und ausziehen verbracht. Einige Arztpraxen sollten also demnächst wieder neue Flyer von der Kita auflegen können, ich weiss jetzt, dass ich mich nicht erinnere, wo ich die Ersatzdruckerpatronen sicher versorgt habe, bin fast bereit für die morgendliche GV der KiTa und die Bobbycars stehen im Garten, damit sie auch so eingeschneit werden wie die Autos, die wir bei M gesehen hatten...sagt er. Mittlerweile könnte der Plan aufgehen, denn es schneit zwar schon seit Stunden, aber jetzt fängt es an liegen zu bleiben. Die Nachtfreundin kam noch kurz vorbei, um die Phonehülle in wachem Zustand zu Ende zu nähen. Danach haben wir beide noch etwas nach Blachenkindergartentaschen für ihren Jüngsten gestöbert...Thema Monstertruck oder Saurier. Heute gibt es noch Holzofenbrot, Sandmännchen, ein weiteres Vorlesen des coolen "3 Freche Mäuse" Buches und etwas Sport. Vielleicht reicht es noch eine Stifterolle um 21 Uhr zu nähen oder was anderes Hübsches. Dienstag, 12. März 2013Tag 2
Tagebuchbloggen für und mit Frau Brüllen
Um halb sechs, statt um halb sieben werde ich angetropft, geschnieft, geschubst und angefleht, sofort für Getränke, Taschentücher und vor allem Unterhaltung zu sorgen. Komisch, dass Kinder cirka zehn Jahre brauchen, bis ihnen klar wird, dass ich um die Zeit unbrauchbar bin, ausser es handelt sich um eine geplante Reise, Bergbesteigung, Fasnacht oder einen Notfall. Also bin ich um halb sieben schon angezogen gewesen, was meinen Mann etwas geschockt hat. Seither sind die zwei süssen Buben am halb angezogen herum lümmeln, frühstücken, kneten, erzählen, fertig anziehen. Da nur die Tochter zur Schule musste, gehen wir anderen zu dritt los. Ich hätte mich um 10 mit einer anderen Mutter verabredet gehabt, welche aber kurzfristig absagte. Also blieb etwas Zeit, um für den grossen Sohn Schulranzen anzutesten. Mit Jungs ist das offenbar etwas einfacher.. erstens ist ihm schnell klar, was bequem udn was unbequem ist und die Motive sind auch eher eingeschränkt: Fussball oder Trucks..blau oder grün. Wir lassen das erstmal in uns weiter gären, bevor wir dann einkaufen, es reicht ganz knapp noch etwas einzukaufen für's Mittagessen und schon wartet die Tochter zuhause auf uns. Den Nachmittag beginnen wir mit gepflegten 38°C Körpertemperatur beim Jüngsten und einem stetigen Zuwandern von Nachbarskindern inklusive Mütter (angezogen von unseren Kasperlfiguren und dem Kasperltheater, welches aber leider gerade in der Werkstatt auf längere Schrauben udn Leim wartet.). Wir haben es dennoch alle zusammen gut und das gemeinsame dienstägliche Holzofenbroteinkaufen gefällt auch allen. Zwischen 18 und 20 Uhr versorgen wir unsere Brut mit Futter, Zahnbürsten, Geschichten, viel Tee, etwas Erkältungsöl und Kleider/Hausaufgabenkontrolle. Denn um 20 Uhr treffen wir uns alle bei mir im " Nähklebstrickfilzatelier". Eine klebt ihren supersüssen Eulen noch Augen auf, eine schneidet was aus, eine näht ihren Hüftrock fertig und eine kämpft mit mir am I-Phonetäschchen. Ich trenne nebenher eine lange Naht auf und warte mit dem wieder zu nähen auf meine etwas nähkundigere Mutter (es fehlt etwas Stoff an einer blöden Stelle). Grundsätzlich wird mehr gelacht und geredet, aber der Rock und die Eulen sind fertig. Vom Browniesteller verschwand auch eine Portion. Und ausnahmsweise hörten zwei schon um 22 Uhr auf..wir Phonehüllenkämpfer chruschtelten noch etwas weiter und beendeten es dann halt erst heute. (zum Beispiel merkt man um Mitternacht manchmal nicht mehr, dass der Stich so unglaublich klein ist, weil man vergessen hat die Knopflochautomatik wieder auszuschalten) Irgendwann war dann für uns auch Feierabend. Die Nacht verbrachte ich dann mit dem fiebrigen Schniefkind, wahlweise mit dessen Füssen der Händen in meinem Gesicht. Yeah.. den zweiten Tag hätte ich geschafft, mal sehen ob ich Nummer 3 heute noch schaffe. Montag, 11. März 2013Versuch
Dank Frau Brüllen versuche ich durch eine Woche täglich bloggen nicht nur zurück zum bloggen zu finden, sondern auch mal zu schauen, was ich so den lieben langen Tag so treibe.. so als Familienfrau.Allerdings ist es eine Woche ohne viele Termine, könnte also recht öde werden... schauen wir mal:
Der Tag beginnt für mich um cirka 06:25. Glücklicherweise kann meine 12jährige selbständig vorher aufstehen( ein weiches Ei könnte sie sich auch machen @tatort-till).Der Gatte ist um die Zeit auch schon fast beim zweiten Frühstück mit herzigen kleinen Joghurtmüesliessern. Nur ich habe täglich enorm Mühe aufzuwachen.Zwischen 06:50 &8 bereite ich verschiedene Verpflegungen her und ermahne hoffnungsvoll den Kindergartensohn zur sinnvollen Bekleidung. Um 8 sind dann nur noch der Jüngste und ch da. Wir lüften, machen Wäsche, essen was, diskutieren über Kika, die Maus und Sam, räumen auf, kneten mit der neuen Knete, holen die Post rein( ich versuche sie zu sortieren und kurz reinzuschauen), telefonieren mit Verwandten, putzen Krümel weg, besprechen die Ästhetik von Playmais, schauen eine Folge Maus und Sam, irgendwann habe ich geduscht. Seine Kumpels kommen vorbei, die zweite Lasagne von gestern kommt in den Ofen, ein paar Mails werden beantwortet, Knete weggeputzt, Kumpels heim geschickt, das erste hungrige Kigakind kommt heim. Wir warten auf die Grosse und essen bei heftigem Erzählen. Vom Sonntagskuchen hat es auch noch. Donnerstag, 8. November 2012Insta-GenderdayMontag, 5. November 2012weiter geht's
Wenigstens einmal pro Woche zu bloggen, das sollte doch möglich sein. Die Gespräche im Oktober sind gut gelaufen, ein Jahr lang litten wir wegen einer unerwünschten Reparatur an unserem Wagen. Nun haben wir uns endlich auf Begleichung der Hälfte der Kosten einigen können. Im anderen Gespräch konnten Gefühle geklärt werden. Die Geschichte ist noch nicht ganz weg vom Tisch. Ich hoffe, es wird besser. Die Tochter hatte ihre Zeit in Kalifornien so sehr genossen, dass ich ein eher unzufriedenes Mädchen am Flughafen abholen konnte. Mittlerweile hat sie auch den furchtbaren..wirklich FURCHTBAREN Jetlag hinter sich und kann wieder einen Tag lang ohne weinen, zittern, einschlafen und verwirrt sein. Sie freut sich dafür an ihren neuen Schuhen, Hosen, Tops, etc. Wir haben gefeiert, dass der Schneekönig und ich dieses Jahr mit der Nummer 40 beenden. Viele liebe Freunde und deren Kinder waren dabei. Es war eine andere Art Feiern als auch schon. Dank instagram und fb wissen viele, dass der Gang zur Nähmaschine immer öfter erfolgt und ich geniesse die nun schon mehrere Male statt gefundenen Bastelabende mit Freundinnen, wo alle ihre angefangenen Arbeiten mitnehmen und gemeinsam geredet und ab und zu beendet oder geholfen oder erfunden wird. Unsere Stricknovizin ist schon mit ihren "Amedysli" fertig, hat ihren Loop auch bald fertig und ist schon an Nikoläusen dran, was mich alles sehr freut! Für ihre Tochter entsteht nun auch das nächste Kleidchen und Handtäschchen an meiner Maschine..was bedeutet, dass ich Stoff einkaufen darf! Das mit den Bastelabenden dürfte eine bleibende Institution werden.. weitere Pläne meinerseits sind ganz hinten im Kopf am drehen. Wer weiss, was da noch geboren wird. Ich fühle mich auf jeden Fall mehr im Hier und Jetzt, als auch schon. Montag, 24. September 2012es geht nicht
Bloggen geht nicht. einfach. nicht. Heute habe ich Jeanny's Schokoladenapfelkuchen nach gebacken und wollte darüber bloggen. Irgendwie kommt jetzt aber nicht mehr als diese Mitteilung: Es hat Spass gemacht, es ist recht lecker und für ein Beweisfoto hätte es sogar noch ein Stück übrig. Morgen könnte man mich zwischen 9 und 11 bei Simone antreffen, wo ich hoffentlich endlich lerne Schrägband korrekt um Kurven zu legen...
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Kommentare
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